Autor: Silvia Bodemer

Initiative Lieferkettengesetz: Kampagne Bergwerk Peru und Infostelle Peru sind als Unterstützer-Organisationen dabei

Gold- und Kupferminen, Staudämme, Palmöl-Plantagen: Wie oft erfahren wir von unseren Partnergemeinden und von den bergbaukritischen Organisationen und Netzwerken in Peru, wie bei Großprojekten die Rechte der einheimischen Bevölkerung missachtet, Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört werden. Das passiert überall auf der Welt, und oft sind in der Lieferkette deutsche Unternehmen involviert. Deshalb hat sich im August die „Initiative Lieferkettengesetz“ gegründet: Damit deutsche Unternehmen gesetzlich verpflichtet werden, auch im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards zu achten. Die Kampagne Bergwerk Peru und die Informationsstelle Peru sind der Initiative als Unterstützerorganisationen beigetreten. Nähere Informationen kann man in der Pressemitteilung vom 10.09.219 zum Launch der Initiative nachlesen: https://lieferkettengesetz.de/pressemitteilung/gegen-gewinne-ohne-gewissen-breites-bundnis-der-zivilgesellschaft-fordert-lieferkettengesetz/ Dort finden sich auch weiteres umfangreiches Informationsmaterial und eine Online-Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ankündigung: Kampagne Bergwerk Peru beim Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund

Publik-Forum: Mensch, wem vertraust du?
© Publik-Forum

Die Kampagne Bergwerk Peru ist im Rahmen des Publik-Forum-Veranstaltungszentrums „Mensch, wem vertraust Du?“ zum Evangelischen Kirchentag 2019 an zwei Veranstaltungen beteiligt: Samstag, 22. Juni 2019, 11:00 bis 12.30 Uhr Doku-Lesung zum Odebrecht-Skandal: „Korruption – ein gesellschaftliches Krebsgeschwür“ Details im Kalender Samstag, 22.06.2019, 14.00 bis 16.00 Uhr Podium „Können wir uns die Schöpfung noch leisten? Zerstört der Kapitalismus die Schöpfung? Schließen sich Ökologie und soziale Gerechtigkeit aus?“, Details im Kalender Das Publik-Forum-Veranstaltungszentrum findet in der Katholischen Gemeinde St. Martin, Gabelsbergerstr. 32, 44141 Dortmund, statt. Der Besuch ist möglich ohne Eintrittskarte zum Kirchentag. Während des Kirchentags (19. bis 23. Juni 2019) wird dort außerdem die Ausstellung der Kampagne Bergwerk Peru gezeigt.

Das neue Gold der Anden: Lithium

© Andina
© Andina

von Heinz Schulze, mit fachlicher Unterstützung durch Ing. Peter Wicke, Günter Wippel und Peter Diehl (WISE – Uranium Project) Früher hieß weißes Gold mal Porzellan oder Elfenbein. Jetzt wird das Lithium mit Gold verglichen. Es ist ein Leichtmetall, ein Alkalitmetall. Es ist selten und hat an der Erdkruste einen Anteil von 0,006%. Interessant wurde es, als aus dem Lithium in den USA das Tritium gewonnen wurde – das zum Bau von Wasserstoffbomben diente. Lithium wird benötigt für Smartphones, Laptops, Elektro- oder Hybridautos, E-Bikes etc., steckt aber auch in Glas, Keramik oder findet als Schmiermittel Verwendung. Seit längerer Zeit sind Uranvorkommen in den südlichen Anden, nahe der Kleinstadt Macusani in der Provinz Carabaya, Departement Puno, bekannt. Sie befinden sich rund 150 Kilometer vom Titicacasee entfernt auf einer Höhe von 4.700 Metern. Wegen der Gefährlichkeit des Urans wurde die weitergehende Exploration geheim durchgeführt; man ging in Fachkreisen von mehr als 6 Millionen Tonnen Uran aus. Zusätzlich zum Uran wurde jetzt dort mineralisches Lithium („Spodumene“ – im Unterschied zu Salzlaken-Lithium) gefunden. Dieses mineralische Vorkommen könnte das größte in …

Titicaca-Film wieder auf Tour!

Copyright: Heeder Soto

Nach der Promo-Filmtour im letzten Jahr touren Heeder Soto und Kerstin Kastenholz dieses Frühjahr wieder mit dem Film „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“ (Titicaca entre el oro y el mercurio) durch Deutschland. Bergbau und soziale Konflikte am Titicacasee Der Film „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“ des peruanischen Filmemachers Heeder Soto handelt von den sozialen Konfl ikten in der peruanischen Region Puno am Titicacasee sowie auf der bolivianischen Seite des Sees, ihren Ursachen und Konsequenzen. Er verdeutlicht anhand von Zeitzeugenberichten, wie es zu Menschenhandel kommt, wie Flüsse durch Bergbau tot und vergiftet werden und welche Krankheiten Menschen und Tiere haben. In einem Schwenk nach Deutschland nimmt der Film in Interviews mit deutschen Aktivist/innen Bezug zum Widerstand gegen den Braunkohleabbau. Der Filmemacher Heeder Soto ist Künstler, Ethnologe und Dokumentarfilmer aus Ayacucho (Peru). Zuletzt war er mit seinem Film „Memory Walkers – Caminantes de la memoria“ (2014) in Deutschland auf Tournee. Die Termine im Einzelnen: 2. Mai, 19 Uhr | DÜREN | Haus der Evangelischen Gemeinde, Wilhelm-Wester-Weg 1 (mit Heeder Soto) 12. Mai, 14 Uhr | MÜNSTER (Katholikentag), …

Studie „Entwicklungsalternativen in Bergbauregionen Perus“

Copyright: SLE

2016 fand in den Regionen Junín und Cajamarca ein Studienprojekt des Seminars für Ländliche Entwicklung der Humoldt-Universität Berlin statt, das sich mit Problemen der Bergbauregionen Perus befasste und eine Analyse des Potenzials der Landwirtschaft als mögliche Diversifizierungsstrategie zum Ziel hatte. Die Studie wurde in Kooperation mit MISEREOR und dem zivilgesellschaftlichen Netzwerk RED MUQUI durchgeführt und ist jetzt erschienen. Die Studie „Entwicklungsalternativen in Bergbauregionen Perus“ kann kostenlos auf der Webseite des SLE heruntergeladen werden: https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/19346

Cajamarca und Titicacasee bei der 3. Alternativen Rohstoffwoche

Copyright Illustrationen: Heeder Soto (links), Guarango (rechts)

Vom 16. bis 22. Oktober 2017 findet zum dritten Mal die Alternative Rohstoffwoche statt. Organisiert wird sie vom AK Rohstoffe, wo auch die Kampagne mitarbeitet. Kurz nach der Bundestagswahl bietet die Alternative Rohstoffwoche die Möglichkeit, sich über rohstoffpolitische Zusammenhänge in diversen Kontexten zu informieren. In diesem Jahr sind wir mit einigen Filmvorführungen unter den mehr als 20 Veranstaltungen in zehn deutschen Städten im Programm vertreten. Hier geht es zum kompletten Programm: http://alternative-rohstoffwoche.de/ Unser Thema ist natürlich Peru: einmal die Region Puno mit dem Film „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“, der schon im Frühjahr Fokus unserer Filmtour mit Heeder Soto war, zum anderen geht es in den Norden Perus, in die Region Cajamarca, mit dem Dauerkonflikt um die Mine Yanacocha und das Erweiterungsprojekt Conga, der im Film „Hija de la laguna / Tochter der Lagune“ veranschauchlicht wird. Wir zeigen diese beiden Filme mit verschiedenen Kooperationspartnern in Berlin, Hamburg, Essen, Münster und Höchstadt/Aisch. Bei allen Vorführungen, außer in Münster, wird es ein Publikumsgespräch geben. Die Filme werden mit deutschen Untertiteln gezeigt. Die Termine im Einzelnen: Hija de la …

Petición: ¡Tiene que terminar la contaminación del lago Titicaca!
¡Reclamamos medidas para proteger a las poblaciones afectadas!

Copyright Foto: derechoshumanospuno.org (Fuente: servindi.org)

Aquí se puede descargar la carta e información adicional en formato pdf. Además de la acción online ya colectamos más de 750 firmas durante la gira con Heeder Soto con el documental „Titicaca: Entre el oro y el mercurio“. ¡Muchas gracias a todas y todos que nos han apoyado hasta ahora! Vamos a coordinar la entrega de las firmas con las organisaciones en el lugar y seguimos informándoles sobre el procedimiento. La petición está apoyada por: Campaña „Perú País Minero – La riqueza se va, la pobreza se queda“ Derechos Humanos y Medio Ambiente Puno (DHUMA) (Perú) Instituto de Defensa Legal (Perú) Obispado de Mainz – Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden BLUEPINGU e.V. (Nürnberg) CATAPA (Bélgica) COMUNDO (Suiza) CooperAcción (Perú) Christliche Initiative Romero e.V. (Münster) FOKUS Perusolidarität e.V. (Bielefeld) Centro de Investigación y Documentación Chile-América Latina (FDCL) Informationsstelle Peru e.V. (Freiburg) PANAL – Puente Andino Alemán e.V. (Mainz) Red Muqui (Perú)  

Studie „Fragwürdige Unternehmenstätigkeiten des Schweizer Bergbauriesen Glencore und die Verantwortung deutscher Banken“

Copyright: MISEREOR

In dieser Publikation werden einige der schwerwiegenden Vorwürfe gegen das Schweizer Unternehmen Glencore und seine Tochter-Unternehmen skizziert. Anhand dieser wenigen Beispiele wird deutlich, dass das Unternehmen nicht dazu bereit ist, seine menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in vollem Umfang wahrzunehmen. Herausgeber: MISEREOR, Facing Finance e.V., Aachen/Berlin, 2017 Download bei MISEREOR

Briefaktion: Verschmutzung des Titicacasees muss ein Ende haben! Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gefordert!

Copyright Foto: derechoshumanospuno.org (Quelle: servindi.org)

Die Briefaktion endete am 26. September 2017. Den Originalbrief sowie weitere Informationen können Sie hier als pdf-Datei herunterladen: Originalbrief auf Spanisch Hintergrundtext und deutsche Übersetzung des Briefes Zusätzlich zu den Online-Unterschriften haben wir während unserer Filmtour vom 24. April bis 7. Juni 2017, bei der der Filmemacher Heeder Soto seinen Dokumentarfilm „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“ vorstellte, einen Großteil der Unterschriften über Listen gesammelt. Insgesamt haben 1.229 Menschen ihre Stimme erhoben, etwas gegen die katastrophale Situation am Titicacasee zu tun. Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben! Für die Unterschriftenübergabe werden wir uns mit den Organisationen vor Ort koordinieren und weiter darüber informieren! Die Unterschriftenaktion wird getragen von: Kampagne „Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt“   Derechos Humanos y Medio Ambiente Puno (DHUMA) (Peru) Instituto de Defensa Legal (Peru) Bistum Mainz – Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden BLUEPINGU e.V. (Nürnberg) CATAPA (Belgien) COMUNDO (Schweiz) CooperAcción (Peru) Christliche Initiative Romero e.V. (Münster) FOKUS Perusolidarität e.V. (Bielefeld) Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) Informationsstelle Peru e.V. (Freiburg) PANAL – Puente Andino Alemán e.V. (Mainz) Red Muqui (Peru)