Autor: Kampagne Bergwerk Peru

Hauptversammlung bei Aurubis: Aus welchen Minen kommt das nach Deutschland importierte Kupfer?

Aurubis AG Hamburg

Die Hamburger Kupferschmelze Aurubis AG bezieht den Großteil ihres Kupferkonzentrats aus Ländern wie Chile, Peru und Brasilien. Aus Peru stammt rund ein Viertel des nach Deutschland importierten Kupfers. Daraus lässt sich schließen, dass die Aurubis AG den größten Teil davon verarbeitet. Aber der Konzern legt die konkreten Lieferanten nicht offen und zieht sich dabei immer wieder auf „Wettbewerbs- und Vertragsgründe“ zurück. In vielen Kupferabbaugebieten Perus kommt es zu schweren Menschenrechtsverletzungen und Verstößen gegen Umweltauflagen. Seit Jahren werden hohe Schwermetallgehalte in der Umwelt und bei den Menschen selbst gemessen, wie zum Beispiel in Cerro de Pasco, La Oroya und Espinar. Die gesundheitlichen Folgen sind bedenklich, und durch die Umweltverschmutzung werden die Lebensgrundlagen der betroffenen Bevölkerung zerstört. Proteste gegen umstrittene Projekte oder Forderungen nach Entschädigung werden immer wieder unter Beteiligung der Sicherheitskräfte der Minenbetreiber gewaltsam unterdrückt. Im Sommer 2020 kam es z.B. zu gewalttätigen Ausschreitungen und willkürlichen Verhaftungen, weil der Betreiber der Mine Tintaya-Antapaccay in der Provinz Espinar (Region Cusco) sich der Auszahlung einer einmaligen Corona-Hilfe an die Bevölkerung aus einem regionalen Entwicklungsfonds widersetzte (siehe auch unsere …

Rastlos, kenntnisreich und engagiert: Ein Nachruf

© Santiago Engelhardt

von Michael Schrick, Koordinationsteam der Kampagne Bergwerk Peru Rastlos, kenntnisreich und engagiert Mathias Hohmann ist gestorben Kaum zu glauben: mehr als zwanzig Jahre ist es her, als ich Mathias kennenlernte. Kurz zuvor war die Vereinbarung zur Städtepartnerschaft zwischen Köpenick und Cajamarca von den damaligen Bürgermeistern Dr. Klaus Ulbricht und Lucho Guerrero unterschrieben worden, da klinkte sich ein junger studierter Bergmann und Umwelttechniker ehrenamtlich in unsere Arbeit ein und half, wo er konnte. War bei Besuchen zur Stelle, dolmetschte, gab Tipps, stieß als Mitglied unserer Berliner „Geburtshelfer“-NGO KATE erste gemeinsame Projekte an. Und als 2001 die erste StäPa-Broschüre erschien, war er gleich in der Redaktion dabei und schrieb bald seinen ersten Broschürenartikel über ein Projekt zum ökologischen Landbau. Weitere Artikel folgten. Von Anfang an galt seine Sorge den sozialen, menschenrechtlichen und Umweltfolgen des Bergbaus in Cajamarca, der seit 1993 mit der Yanacocha-Mine die damals größte Goldabbaustätte auf dem lateinamerikanischen Kontinent betrieb. Auch mich steckte er mit seiner Neugier, seinen Sorgen an. 2003 konnte ich bei einem Aufenthalt in der Partnerstadt den Kontakt mit der bergbaukritischen NGO …

O tempora, o mores! Der Odebrecht-Skandal und der Bergbau in Peru als Themen beim Kirchentag in Dortmund

© Bernd Hippler, Perukreis St. Martin

von Michael Schrick Vom 19. bis 23. Juni 2019 fand in Dortmund der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag statt. In Zusammenarbeit mit der ökumenisch-kritischen Zeitschrift Publik-Forum, die in der (katholischen) Kirchengemeinde St. Martin ihr Kirchentags-Zentrum eingerichtet hatte, konnten von der Infostelle Peru und der Kampagne „Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt“ auch zwei Veranstaltungen angeboten werden. Vorab ein Wort zur Gemeinde St. Martin: seit unglaublichen 55 Jahren ist sie partnerschaftlich mit verschiedenen Aktivitäten in Cajamarca verbunden, u.a. durch eine Gemeindepartnerschaft und durch Freiwillige beim Projekt MANTHOC für arbeitende Kinder. Dass Publik-Forum sich ausgerechnet St. Martin als Partner ausgesucht hatte, war wahrscheinlich kein Zufall, aber für uns ausgesprochen vorteilhaft. Am Samstag, 22. Juni, war es auch für die Vertreter*innen der Kampagne „Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt“ und der Infostelle Peru endlich soweit. Vormittags fand im Gemeindesaal eine szenische Lesung zur Korruption in Lateinamerika und speziell in Peru am Beispiel des brasilianischen Baukonzerns Odebrecht statt. Die etwa 30 Anwesenden lauschten gebannt den Auszügen aus den Verhören der Staatsanwaltschaft, die diese mit den wichtigsten an der …

Vom Aasee zum Titicacasee – Kampagne Bergwerk Peru beim 101. Katholikentag in Münster

Vom Aasee zum Titicacasee – Kampagne Bergwerk Peru beim 101. Katholikentag in Münster

von Dr. Hartmut Heidenreich Außer dass er mit langem A gesprochen wird, könnte man meinen, der münstersche Stadtsee zeige schon im Namen das Problem an: Kontamination des Wassers. Oder Aa-see sei sogar eine Übersetzung von Titi-caca. Aber es geht ja um mehr als um Fäkalien, es geht um Gift und Menschenhandel im Film „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“ (Peru 2017). Aus dem Traumziel für Touristen wurde teils ein Albtraum der (vor allem indigenen) Anwohner, so Dr. Hartmut Heidenreich in der Begrüßung. Verseuchtes Wasser, erkrankte Menschen, tote Fische, missgebildete Lamaföten, gar Andeutungen zu Menschenhandel und -opfern zeigt der Film über Folgen des (Gold-)Bergbaus den teils erschütterten Zuschauer/innen. Der Filmemacher Heeder Soto stellte sich dem Gespräch mit den Besucher/innen nach der Präsentation seines Werks in der Katholisch-Theologischen Fakultät, moderiert von Hermann Herf und übersetzt von María Eugenia Lüttmann Valencia, und einer Fülle von Rückfragen. Ein anschließender Workshop mit Kerstin Kastenholz und Silvia Bodemer ging von Fotos mit Menschen und Szenen des Films und aus der Region Puno aus und vertiefte Aspekte um den Bergbau und Widerstand der …

Dokumentarfilm: Historias de Agua | Wassergeschichten

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Dokumentarfilm über die Folgen des Bergbaus für die Quellen und Flüsse in den Anden Perus vom bergbaukritischen Netzwerk Red Muqui, dem Projekt Killa Kuyay und der Firma Independent Films Bei Interesse an der Version mit deutschen Untertiteln bei uns melden: Kontakt Quelle: https://muqui.org/noticias/muqui-informa/el-documental-historias-de-agua-ya-esta-disponible-online/