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Briefaktion: Verschmutzung des Titicacasees muss ein Ende haben! Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gefordert!

Copyright Foto: derechoshumanospuno.org (Quelle: servindi.org)

Die Briefaktion endete am 26. September 2017. Den Originalbrief sowie weitere Informationen können Sie hier als pdf-Datei herunterladen: Originalbrief auf Spanisch Hintergrundtext und deutsche Übersetzung des Briefes Zusätzlich zu den Online-Unterschriften haben wir während unserer Filmtour vom 24. April bis 7. Juni 2017, bei der der Filmemacher Heeder Soto seinen Dokumentarfilm “Titicaca und die verschwundenen Gesichter” vorstellte, einen Großteil der Unterschriften über Listen gesammelt. Insgesamt haben 1.229 Menschen ihre Stimme erhoben, etwas gegen die katastrophale Situation am Titicacasee zu tun. Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben! Für die Unterschriftenübergabe werden wir uns mit den Organisationen vor Ort koordinieren und weiter darüber informieren! Die Unterschriftenaktion wird getragen von: Kampagne “Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt”   Derechos Humanos y Medio Ambiente Puno (DHUMA) (Peru) Instituto de Defensa Legal (Peru) Bistum Mainz – Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden BLUEPINGU e.V. (Nürnberg) CATAPA (Belgien) COMUNDO (Schweiz) CooperAcción (Peru) Christliche Initiative Romero e.V. (Münster) FOKUS Perusolidarität e.V. (Bielefeld) Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) Informationsstelle Peru e.V. (Freiburg) PANAL – Puente Andino Alemán e.V. (Mainz) Red Muqui (Peru)

Yanacocha: Máxima Acuña und ihre Familie erneut drangsaliert

Máxima Acuña und ihre Familie haben erneut von Drangsalierungen und Einschüchterungsversuchen gegen sie berichtet. Dieses Mal handelte es sich bei den Verantwortlichen um bewaffnete Angehörige des Sicherheitspersonals eines Bergbauunternehmens. Die Kleinbauernfamilie steht wegen der Eigentümerschaft des von ihr bewohnten Grundstücks im Norden von Peru mit dem Unternehmen im Rechtsstreit. Die Familie geht davon aus, dass die Drangsalierungen und Einschüchterungen darauf abzielen, sie von ihrem Land zu vertreiben. Laut verschiedener peruanischer Menschenrechtsorganisationen betraten am 2. Februar 2016 um 9:30 Uhr mehrere private Sicherheitsleute des Bergbauunternehmens Minera Yanacocha das Grundstück, auf dem Máxima Acuña und ihre Familie seit mehr als 20 Jahren leben, und zerstörten die Kartoffelernte, die den Eigenbedarf der Familie decken sollte. Die Familie meldete den Vorfall an die Staatsanwaltschaft. Zwei Tage zuvor war der Hund der Familie lebendig, aber mit einer Stichwunde am Hals, aufgefunden worden. Máxima Acuña und ihre Familie – Kleinbauern, die für den Eigenbedarf anbauen – stehen mit dem Bergbauunternehmen Minera Yanacocha wegen der Eigentümerschaft des von ihnen bewohnten Grundstücks in Tragadero Grande im Bezirk Sorochuco in der Region Cajamarca seit …

Petition “Keine Rohstoffe, die Konflikte finanzieren!”

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Die Kampagne Bergwerk Peru unterstützt eine Petition des Netzwerks “Stop Mad Mining”, mit der das Wirtschaftsministerium aufgefordert wird, sich für verbindliche Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette bei Konfliktrohstoffen einzusetzen. Das europäische Parlament hat sich in einer Abstimmung am 20. Mai für die Einführung einer verbindlichen Sorgfaltspflichten für Unternehmen entlang der Lieferkette bei der Nutzung von Konfliktrohstoffen ausgesprochen (vgl. PowerShift). Es geht bei dieser Verordnung darum, dass europäische Unternehmen ihre Lieferketten überprüfen und ausschließen, dass durch den Erwerb von Rohstoffen Bürgerkriege oder blutige Konflikte, wie zum Beispiel in der Demokratischen Republik Kongo, Kolumbien oder Afghanistan, finanziert werden. Viele bewaffnete Gruppen erzielen Einnahmen aus dem Abbau oder dem Handel mit Rohstoffen. Jetzt müssen die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten den schwachen Entwurf der EU-Kommission überarbeiten (Informationen zu Lieferkettenverantwortung). Eine besondere Rolle kommt dabei der Bundesregierung zu. Sie diskutiert im Moment über eine Positionierung. Das Bundeswirtschaftsministerium hat bei Anhörungen im Parlament durchaus Bereitschaft signalisiert, eine EU-Verordnung verpflichtend zu gestalten. Vor allem Unternehmensverbände laufen dagegen Sturm. Daher ist es jetzt wichtig, sich für eine starke Regulierung auszusprechen …