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Vom Aasee zum Titicacasee – Kampagne Bergwerk Peru beim 101. Katholikentag in Münster

Vom Aasee zum Titicacasee – Kampagne Bergwerk Peru beim 101. Katholikentag in Münster

Außer dass er mit langem A gesprochen wird, könnte man meinen, der münstersche Stadtsee zeige schon im Namen das Problem an: Kontamination des Wassers. Oder Aa-see sei sogar eine Übersetzung von Titi-caca. Aber es geht ja um mehr als um Fäkalien, es geht um Gift und Menschenhandel im Film „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“ (Peru 2017). Aus dem Traumziel für Touristen wurde teils ein Albtraum der (vor allem indigenen) Anwohner, so Dr. Hartmut Heidenreich in der Begrüßung. Verseuchtes Wasser, erkrankte Menschen, tote Fische, missgebildete Lamaföten, gar Andeutungen zu Menschenhandel und -opfern zeigt der Film über Folgen des (Gold-)Bergbaus den teils erschütterten Zuschauer/innen. Der Filmemacher Heeder Soto stellte sich dem Gespräch mit den Besucher/innen nach der Präsentation seines Werks in der Katholisch-Theologischen Fakultät, moderiert von Hermann Herf und übersetzt von María Eugenia Lüttmann Valencia, und einer Fülle von Rückfragen. Ein anschließender Workshop mit Kerstin Kastenholz und Silvia Bodemer ging von Fotos mit Menschen und Szenen des Films und aus der Region Puno aus und vertiefte Aspekte um den Bergbau und Widerstand der Bevölkerung. Es waren sogar …

Titicaca-Film wieder auf Tour!

Copyright: Heeder Soto

Nach der Promo-Filmtour im letzten Jahr touren Heeder Soto und Kerstin Kastenholz dieses Frühjahr wieder mit dem Film “Titicaca und die verschwundenen Gesichter” (Titicaca entre el oro y el mercurio) durch Deutschland. Bergbau und soziale Konflikte am Titicacasee Der Film „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“ des peruanischen Filmemachers Heeder Soto handelt von den sozialen Konfl ikten in der peruanischen Region Puno am Titicacasee sowie auf der bolivianischen Seite des Sees, ihren Ursachen und Konsequenzen. Er verdeutlicht anhand von Zeitzeugenberichten, wie es zu Menschenhandel kommt, wie Flüsse durch Bergbau tot und vergiftet werden und welche Krankheiten Menschen und Tiere haben. In einem Schwenk nach Deutschland nimmt der Film in Interviews mit deutschen Aktivist/innen Bezug zum Widerstand gegen den Braunkohleabbau. Der Filmemacher Heeder Soto ist Künstler, Ethnologe und Dokumentarfilmer aus Ayacucho (Peru). Zuletzt war er mit seinem Film „Memory Walkers – Caminantes de la memoria“ (2014) in Deutschland auf Tournee. Die Termine im Einzelnen: 2. Mai, 19 Uhr | DÜREN | Haus der Evangelischen Gemeinde, Wilhelm-Wester-Weg 1 (mit Heeder Soto) 12. Mai, 14 Uhr | MÜNSTER (Katholikentag), …

Cajamarca und Titicacasee bei der 3. Alternativen Rohstoffwoche

Copyright Illustrationen: Heeder Soto (links), Guarango (rechts)

Vom 16. bis 22. Oktober 2017 findet zum dritten Mal die Alternative Rohstoffwoche statt. Organisiert wird sie vom AK Rohstoffe, wo auch die Kampagne mitarbeitet. Kurz nach der Bundestagswahl bietet die Alternative Rohstoffwoche die Möglichkeit, sich über rohstoffpolitische Zusammenhänge in diversen Kontexten zu informieren. In diesem Jahr sind wir mit einigen Filmvorführungen unter den mehr als 20 Veranstaltungen in zehn deutschen Städten im Programm vertreten. Hier geht es zum kompletten Programm: http://alternative-rohstoffwoche.de/ Unser Thema ist natürlich Peru: einmal die Region Puno mit dem Film “Titicaca und die verschwundenen Gesichter”, der schon im Frühjahr Fokus unserer Filmtour mit Heeder Soto war, zum anderen geht es in den Norden Perus, in die Region Cajamarca, mit dem Dauerkonflikt um die Mine Yanacocha und das Erweiterungsprojekt Conga, der im Film “Hija de la laguna / Tochter der Lagune” veranschauchlicht wird. Wir zeigen diese beiden Filme mit verschiedenen Kooperationspartnern in Berlin, Hamburg, Essen, Münster und Höchstadt/Aisch. Bei allen Vorführungen, außer in Münster, wird es ein Publikumsgespräch geben. Die Filme werden mit deutschen Untertiteln gezeigt. Die Termine im Einzelnen: Hija de la …

Filmtour durch Deutschland: TITICACA und die verschwundenen Gesichter

Copyright: Heeder Soto

TITICACA und die verschwundenen Gesichter Ein Film von Heeder Soto Ab 24. April wird der peruanische Filmemacher Heeder Soto seinen neuen Film in Deutschland und der Schweiz vorstellen. Die Kampagne “Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt” hat die Filmtour gemeinsam mit vielen Partnern vor Ort organisiert und lädt herzlich zu den Filmvorführungen und zum Gespräch mit Heeder Soto ein! Bergbau und soziale Konflikte am Titicacasee Der Film „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“ des peruanischen Filmemachers Heeder Soto handelt von den sozialen Konfl ikten in der peruanischen Region Puno am Titicacasee sowie auf der bolivianischen Seite des Sees, ihren Ursachen und Konsequenzen. Er verdeutlicht anhand von Zeitzeugenberichten, wie es zu Menschenhandel kommt, wie Flüsse durch Bergbau tot und vergiftet werden und welche Krankheiten Menschen und Tiere haben. In einem Schwenk nach Deutschland nimmt der Film in Interviews mit deutschen Aktivist/innen Bezug zum Widerstand gegen den Braunkohleabbau. Der Filmemacher Heeder Soto ist Künstler, Ethnologe und Dokumentarfilmer aus Ayacucho (Peru). Zuletzt war er mit seinem Film „Memory Walkers – Caminantes de la memoria“ (2014) in Deutschland auf …

Vortragsrundreise und Besuch des Katholikentags

Copyright: V. Schaeffer M./CooperAcción, Text: “Sie vertreiben uns von unserem Land. Sie vergiften unser Wasser. Sie bringen uns um, weil wir unser Land verteidigen.”

Im Mai und Juni hat die Kampagne “Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt” einen Gast aus Peru: Vanessa Schaeffer Manrique, stellvertretende Direktorin des bergbaukritischen Netzwerks CooperAcción. Rund um den 100. Katholikentag in Leipzig (25.-29. Mai) wird sie in verschiedenen Teilen Deutschlands mit Vorträgen zum Thema Bergbau in Peru unterwegs sein und verschiedene Aspekte beleuchten. Der aktuelle Stand von Bergbauvorhaben und damit verbundene soziale Konflikte und Umweltprobleme werden ebenso Thema sein wie die Situation der sozialen Bewegungen vor Ort: Wie arbeiten Sie? Welche Möglichkeiten der Einflussnahme haben sie angesichts der politischen Situation in Peru? Welche konkreten Projekte verbessern die Lage in den Bergbaugebieten? Je nach den Interessen der kooperierenden Gruppen vor Ort, wird das Thema in den verschiedenen Städten einen anderen Schwerpunkt haben: In einigen Städten wird es um die Perspektiven nach den Präsidentschaftswahlen für Wirtschaft und Menschenrechte gehen, in Freiburg ist das Thema Menschenrechte und indigene Beteiligungsrechte im Rahmen von Großprojekten, und die Veranstaltung in München stellt die Frage nach der Zukunft des Bergbaus: Wie kann die Rohstoffpolitik Perus verträglich für Mensch und Umwelt …

Offener Brief zur Einführung von „fairem Gold“ in Deutschland

Copyright: Hildegard Willer

Mit einem Offenen Brief reagieren wir als Kampagne kritisch auf die Einführung von „fairem Gold“ in Deutschland. Der Offene Brief wurde am 30. März 2016 der Vertreterin von TransFair/Fairtrade-Deutschland bei einer Veranstaltung während der “FAIR HANDELN. Internationale Messe für Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln ” im Stuttgarter ICS-Messegelände übergeben. Offener Brief zum Download

Vertreter von Red Muqui zu Besuch in Europa: Die andere Seite der Medaille

Javier Jahncke, Red Muqui
Copyright: Eva Tempelmann

Javier Jahncke und Mattes Tempelmann vom bergbaukritischen Netzwerk Red Muqui informierten während eine Rundreise in Deutschland und der Schweiz über die Folgen des Bergbaus in Peru Der Bergbau gilt für die peruanische Regierung als der Motor zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Trotz sinkender Rohstoffpreise hält sie an diesem Modell fest und senkt sogar Umwelt- und Sozialstandards, um mehr Investoren ins Land zu locken. Doch der Bergbau in Peru hat nachweisbar kaum nennenswerten positiven Effekte auf Beschäftigung, geschweige denn auf breitenwirksame Armutsminderung, insbesondere in den vom Bergbau betroffenen Regionen. Der Bergbau hinterlässt zerstörte Ökosysteme und die Mitsprache der Bevölkerung steht nur auf dem Papier. Soziale Umweltkonflikte zwischen der Lokalbevölkerung in Bergbaugebieten und den Bergbauunternehmen haben in den vergangenen zehn Jahren deutlich an Intensität und Zahl zugenommen. Über die Folgen des Bergbaus in Peru und mögliche Alternativen aus der Zivilgesellschaft haben Javier Jahncke und Mattes Tempelmann, Geschäftsführer und Mitarbeiter des landesweit agierenden bergbaukritischen Netzwerkes Red Muqui informiert. Vom 6. bis 17. Januar reisten sie durch Deutschland und die Schweiz und machten in Gesprächsrunden und Diskussionsabenden in Brüssel, …