Startseite arrow Themen arrow Topthemen arrow Newsletter Infostelle Peru No.5

Nächste Termine

Global aber gerecht. Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen?
März 10, 2012 (10:00)
(Veranstaltungen)

Stammtisch der Berliner ISP-Gruppe
März 13, 2012 (08:00)
(Veranstaltungen)

Kalender anzeigen

Newsletter

Hier können Sie sich sich zu unserem Newsletter anmelden.






Newsletter Infostelle Peru No.5 Drucken E-Mail

Infoperu No 5

Der Newsletter der Informationsstelle Peru e.V. 

19. Oktober 2011 

1. Editorial

2. Was war los in Peru ? 

Ollantas "Honeymoon" -   Wirtschaftswachstum - Eine Kerze für China - Streit um Kampf gegen Drogen  -  Misstrauensantrag gegen Frauenministerin – Moratorium für die Einfuhr genmanipulierten Saatgutes – Peru im kulinarischen Rausch - Inambari vorerst eingestellt -

3. Thema des Monats: "Perus Werte sind nicht nur Rohstoffe".  Interview mit Carlos Herz

4. Marktplatz Peru: Veranstaltungen 

5. Print, web, video  

6. Leserzuschriften

 

 

1. Editorial

Der Alltag ist in der neuen peruanischen Regierung eingekehrt, und erste Kritiken wurden laut. Z.B. an der neuen Kulturministerin Susanne Baca, die ihre Zeit zu häufig auf Konzertreisen im Ausland verbrachte. Schön für uns in Berlin, wo sie auf der Bühne des Hauses der Kulturen der Welt zu hören war, aber in ihrem erst vor einem Jahr etablierten Ministerium gibt es unendlich viel Arbeit.  Präsident Humala hat bei ihrer Ernennung vielleicht das brasilianische Vorbild in der ersten Lula-Regierung vor Augen gehabt: Der populäre und international anerkannte Sänger Gilberto Gil war auch dort einer der ersten Minister mit afrikanischen Wurzeln, und das Kultur-Amt schien ihm wie auf den Leib geschrieben. Nach fünf Jahren relativ unspektakulären Jahren im Amt zog er sich wieder aus der Politik zurück in seine angestammte Künstlerkarriere. Die neue peruanische Kulturministerin hat eine ungleich schwierigere Aufgabe vor sich: Ihr Ministerium ist u.a. für den Bereich Interkulturalität zuständig, was auch  die Umsetzung des Gesetzes zur Konsultation indigener Bevölkerung bei der Durchführung von Großprojekten in ihrem Gebiet einschließt. Das ist eine der größten Herausforderungen, die auf die Regierung zukommt! Susanne Baca jedenfalls hat ihre Auslandsreisen erst einmal abgesagt, sie will sich nun voll auf die politische Arbeit beschränken.-

Mit Genugtuung haben wir zur Kenntnis genommen, dass zur Erstellung des schon lange geplanten Erinnerungsmuseums in Lima („Lugar de la Memoria“) ein weiterer wichtiger Schritt getan wurde.  Nicht nur Deutschland, das mit einer Finanzhilfe von 3 Millionen Euro einen wichtigen Impuls gegeben  hatte, sondern nun auch die EU und die Entwicklungsagentur der UN haben finanzielle Unterstützung zur Umsetzung des Projektes geleistet, bis Juli d.J. soll das Museum fertig gestellt sein. Außenminister Roncagliolo machte deutlich, dass dieser Gedenkort vor allem ein wichtiger Schritt sei  im Prozess der peruanischen Gesellschaft,  sozialen Frieden zu konsolidieren, und dazu sei die gelebte Erinnerung an die Phase der extremen inneren Gewalt  unabdingbar. –Wir freuen uns, dass dieser Erinnerungsort nun doch auf eine so positive Resonanz in den Reihen der Regierung stößt und sind gespannt, ob der Zeitplan eingehalten werden kann.

Ein weiteres Thema, das Peru und auch uns beschäftigte, war die finanzielle und vor allem institutionelle Lage  der katholischen Universität in Lima:  Der Einfluss des Erzbistums bei der Besetzung ist nun juristisch geklärt worden, die PUCP ist eine peruanische Universität und damit rechtlich nicht  anders zu behandeln als alle sonstigen Hochschulen des Landes. Das ist besonders positiv zu vermelden, als der Erzbischof von Lima, Cipriani, erst kürzlich wieder hervorhob, dass „die Kirche keine demokratische Institution sei“ und andere Maßstäbe habe. Die PUCP ist eine  wichtige Bildungsstätte für Peru und muss demokratische Strukturen behalten!

Wir als ISP werden den Prozess der Stärkung der Demokratie Perus weiter aufmerksam begleiten und darüber informieren.

 

Mechthild Ebeling

(Vorstandsmitglied der Informationsstelle Peru e.V.)

 

 

2. Was war los in Peru ?

Die "Flitterwochen" des frisch gewählten Präsidenten Ollanta Humala dauern noch an. Zwar ist seine Beliebtheit  nach jüngsten Umfragen von 70% auf 64% gefallen, aber das ist für peruanische Politik-Verhältnisse immer noch eine fabelhafte Zahl. Ein gut Teil davon dürfte auch der guten wirtschaftlichen Konjunktur geschuldet sein. Während sich die Horrornachrichten aus den Wirtschaften der USA und der Europäischen Union überschlagen, verkündet Peru Wachstumszahlen von 7 %. Zwar spricht man in Regierungskreisen von den Auswirkungen einer möglichen Rezession der USA und Europas auf Peru, und wie man mit dem Anheben des internen Konsums dagegensteuern kann. Wirklich kalte Füsse bekommt Peru aber dann, wenn es auch China schlechter gehen sollte. China nimmt den grossen Teil der peruanischen Rohstoffe ab, die für das peruanische Wachstum verantwortlich sind . Der Finanzminister Luis Carranza hat bereits gesagt, dass er jeden Abend eine Kerze für die wirtschaftliche Gesundheit Chinas anzünde.

Auf politischer Seite bringen sich dagegen die Opposition einerseits und lokale und regionale Protestgruppen in Stellung. Da die Opposition Ollanta Humala selbst noch keine Fehltritte nachweisen konnten, haben einige seiner hohen Beamten die Angriffe der Opposition und der von ihr gesteuerten Medien abbekommen. Der erste war Ricardo Soberón, der neue Direktor des staatlichen Drogenbekämpfungsinstitutes DEVIDA. Der ausgewiesene Experte für die Problematik des  Kokaanbaus und Freund des bolivianischen Präsidenten Evo Morales, hatte verkündet, er würde das gewaltsame Ausreissen der Kokapflanzen einstellen. Die vor allem von den USA geförderten Programme zur Drogenbekämpfung seien allesamt gescheitert. Dank seiner Fachkenntnis und der Unterstützung des Präsidenten konnte sich Soberón im Amt halten. Als nächstes geriet die frischgebackene Kulturministerin Susana Baca ins Visier der Regierungsopposition. Sie konzertiere im Ausland anstatt sich zu Hause um ihr Ministerium zu kümmern, hiess es. Susana Baca sagte vorerst ihre Auftritte ab. Anfang Oktober geriet die Frauen- und Sozialministerin Aida García-Naranjo in die Schlagzeilen. In einem Dorf bei Cajamarca waren drei Kinder aus Versehen mit einem Pestizid getötet worden, als sie ihr Schulfrühstück einnahmen. García-Naranjo, die als Frauenministerin für das staatliche Schulfrühstück zuständig ist,  reagierte zu spät, und die Ministerin entging nur knapp ihrer Absetzung durch das Parlament. Der neueste Skandal bahnt sich bereits an, und richtet sich gegen den zweiten Vizepräsidenten Omar Chehade, einen engen Vertrauten Humalas. Er soll seine Stellung missbraucht haben, um mittels der Polizei Interessen einer privaten Firma durchzusetzen, lautet die Anklage. Sollte sie sich als richtig erweisen, wäre dies ein herber Rückschlag für die Regierung Humala, die sich den Kampf gegen die Korruption auf die Fahnen geschrieben hat.

Auch im Landesinneren kommt es immer wieder zu lokalen Protesten gegen Bergbauunternehmen und anderen Grossprojekten. Dort wartet man sehnsüchtig auf die Umsetzung des Gesetzes zur verpflichtenden Konsultation der indigenen Völker. Nicht mehr protestieren brauchen dagegen vorerst die Bewohner von Inambari, in der Provinz Puno. Das Projekt eines Grosswasserwerkes wurde vorerst von der Regierung auf Eis gelegt.

Interessantes tat sich dagegen an der kulinarischen und agrarischen Front. Kurz nachdem das Gastronomie-Festival "Mistura" mit dem Rekordbesuch von 400 000 Menschen zu Ende ging (s. dazu auch die Erklärung der Köche von Lima http://www.infostelle-peru.de/isp/index.php/de/unsere-themen/wirtschaft/158-erkaerung-von-lima-brief-an-die-koeche-von-morgen) zu Ende ging, fand die landesweit grösste Fachmesse für Lebensmittel "Expoalimentaria" sowie die Kaffee-Messe "Expocafe" in Lima statt. Der Anbau und Export qualitätsmässig hoher und organisch angebauter Lebensmittel  sowie ihre gastronomische Verarbeitung wird in Peru immer wichtiger als Wirtschaftszweig. Dazu passt auch, dass das Landwirtschaftsministerium einen Einfuhrstopp für gentehchnisch manipulierte Organismen verhängt hat.

 

3. Thema des Monats: „PERUS INNERE WERTE SIND NICHT NUR ROHSTOFFE“ 

 

Interview mit Carlos Herz. Die Fragen stellte Heinz Schulze für die Infostelle Peru

Carlos Herz ist aktiv im Präsidium von „Red Peru“, einem Zusammenschluss von peruanischen Nichtregierungsorganisationen im Bereich der lokalen Entwicklung, und Experte für lokale Entwicklung und Bürgerbeteiligung in Peru.

ISP:Welchen Einfluss hat heute die Globalisierung bei der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Perus?


Carlos Herz:„Alle Welt“ ist heute in Peru aktiv: Bergbauunternehmen aus USA, China, Kanada, Europa, Korea etc. Die Abbauformen sind „moderner“ als in der Kolonialzeit geworden,  aber die Verseuchung von Mensch und Umwelt mit Quecksilber oder heute mit Zyanid ist vorherrschend. Der Export von metallischen Rohstoffen, von Erdöl und Erdgas  beträgt ca. 77% des gesamten Exports, 8% ist der Exportanteil für Fischmehl – für die Shrimpsproduktion in anderen Ländern, nicht traditionelle Produkte wie Lebensmittel, u.a. Paprika oder Spargel machen ca. 20% aus. Wirtschaftler, die nur auf die Zahlen schauen, kommen dabei ins Schwärmen. Aber die Basis für diese Zahlen ist doch, dass z.B. 15 Millionen Hektar (ca. 12% des peruanischen Territoriums) als Konzessionen an Bergbauunternehmen vergeben sind. Zur Verdeutlichung: Das ist mehr Fläche als Belgien, Holland und Luxemburg haben. Der peruanische Regenwald ist an 52 Unternehmen vergeben, nämlich  an Erdölfirmen, für den Goldabbau, Holzabbau, Erdgas – was nochmals ca. 10 Millionen Hektar ausmacht, die Fläche der  Niederlande.

Noch ein paar erklärende Zahlen: Die Waldfläche in Peru ist (noch)so groß wie Spanien. Auf dem Papier sind 30% der Waldfläche als Schutzgebiete ausgewiesen, eine Fläche so groß wie Deutschland. Das sind alles Regionen mit hoher biologischer Vielfalt und wichtigen Ressourcen,  auch für uns Menschen. Aber: Papier ist geduldig, und der Hunger nach den vorhandenen Reichtümern respektiert oft nicht mehr diese Ausweisung als Schutzgebiete. Zudem wird  der Druck wegen der abnehmenden Rohstoffe weltweit immer größer.


ISP: Viele „Wirtschafts-Experten“ und die meisten Politiker in Peru halten dem entgegen, dass man mit natürlicher und kultureller Vielfalt keine Entwicklung in Gang setzen könne.


Carlos Herz:Diese Politiker haben mit ihrer Ausrichtung auf den Ausverkauf von Ressourcen und dem Export von Lebensmittel kurzfristig einen höheren Bruttosozialprodukt erreicht, aber keine wirkliche, nachhaltige Entwicklung in die Breite, von der Umweltzerstörung gar nicht zu reden. Das alles schafft keine wirkliche Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in Peru. Eine bessere Wertschätzung von Umwelt und Kultur bedeutet nicht das Ende anderer wirtschaftlicher Aktivitäten.

Hier kommt die große Aufgabe einer „territorialen Ordnung“ ins Spiel. Das bedeutet.dass endlich eine Festlegung von Gebieten, die für den Bergbau ausgewiesen werden, andere für die Landwirtschaft, andere als Schutzgebiete, andere als Gebiete einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung durch die indigene Bevölkerung, um nur einige Aspekte zu nennen.

Bergwerkstätigkeiten, Landwirtschaft und Tourismus sind nur, um diesen Begriff zu nennen, nachhaltig, wenn Umweltstandards und soziale Mindeststandards wirklich eingehalten werden, wenn Steuern und Abgaben aus diesen Bereichen zur langfristigen Entwicklung der Mehrheit der Bevölkerung eingesetzt werden.


ISP:Der Zusammenschluss RED PERU setzt sich ein für die lokale Entwicklung. ist das eine „Marktlücke“ oder ein Erfolg versprechender Ansatz?


Carlos Herz:Nein, das ist keine romantische „Spinnerei“. Wir haben gute Möglichkeiten für eine Dezentralisierung durch regionale und lokale Regierungen. Da ist viel Luft nach oben . Distrikt- und Provinzpolitik muss den Willen haben – und dafür geschult werden – unsere natürliche Reichtümer, und die kulturelle Vielfalt zu schützen und befähigen, dass all das ein gut zum Wohl der lokalen Bevölkerung wird. Regional- und Lokalpolitiker können natürlich Beschlüsse gegen die Umweltzerstörung fassen wie Impulse für nachhaltige Entwicklungen fördern. Die Regionalregierungen spielen eine wichtige Rolle als Vordenker, Ermächtiger etc. für eine regionale nachhaltige Entwicklung,  die über Einzelprojekte hinausgehen und, die eine regionale Kooperation fördern und lokale Egoismen – die es natürlich gibt – überwinden helfen.


ISP:Man spricht in Peru viel von den Runden Tischen. Aber es gibt Probleme, die nicht durch einen Konsensprozess  zu lösen sind. ich denke da an den ganzen Drogen-Kokain-Bereich oder an den Bereich z.B. des informellen Goldabbaus.


Carlos Herz:Das große Problem des illegalen Goldabbaus in den südlichen Anden oder im Regenwald,, um dieses Problem kurz aufzugreifen, kann nicht alleine als Umweltproblem oder kriminelles handeln gesehen werden. Man muss das auch als Ergebnis einer Situation von Ausgrenzung, Armut, ungleicher Entwicklung, Uninformiertheit, dem Fehlen von Krediten und Förderung der Landwirtschaft und Viehzucht sehen. Dieser Blickwinkel soll nicht verharmlosen sondern deutlich machen, dass allein eine repressive Aktion durch Polizei oder Militär keine wirkliche Lösung darstellt. Hier muss grundsätzlich angesetzt werden im Sinne eines Aufbaus von wirtschaftlichen Strukturen auch in der Region, die „ein Gutes Leben“ ermöglichen.


ISP:Inwiefern ist der Tourismus eine Chance für lokale, angepasste Entwicklung ? Die großen, bekannten Tourismus-Magneten gehören oft ausländischen Unternehmen


Carlos Herz: Da haben wir als Negativbeispiel die bekannte Incastadt Cusco mit Machu Pichu etc. Hier haben wir gesehen, dass das Prinzip „extraktiver Tourismus“ nicht dazu beiträgt, dass die Armut in der Region weniger geworden ist. Insgesamt sind die bekannten Tourismus-Highlights bis auf wenige Ausnahmen fremdbestimmt. Zu wenig ist die Bevölkerung  an der Küste, in den Anden und auch Regenwald Subjekt der eigenen Entwicklung. Hier ist ein großes Potential für eine lokale Entwicklung. Dazu müssen von der Region entsprechende Erleichterungen gegeben werden und die lokalen Stellen haben einen Beratungsbedarf.


Das ausführliche Interview mit Carlos Herz können Sie hier nachlesen 


4. Marktplatz Peru

 

  • 22./23. Oktober 2011, CH-Sursee

Treffen der Solidaritätsgruppe Schweiz-Peru

Pfadiheim Sursee

Anmeldung bis 23.09. an Jules Rampini (rampinista@gmx.ch)

 

  • 26. Oktober 2011, 13.00 - 19.00 Uhr, Berlin

Rohstoffe aus dem Andenraum für Deutschland - wer trägt die Verantwortung für die Folgen des  Bergbaus in Peru und Kolumbien ?                                                                                                                

 Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Veranstaltende Organisationen: Brot für die Welt, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), Food First Aktions- und Informationsnetzwerk Deutschland (FIAN), Heinrich-Böll-Stiftung, Kampagne «Bergwerk Peru -   Reichtum  geht, Armut bleibt», kolko - Menschenrechte für Kolumbien, Misereor 

http://www.infostelle-peru.de/isp/index.php/de/veranstaltungen/149-26-oktober-2011-bergbauseminar-in-berlin 

 

 

  • 27. Oktober, 20 Uhr, Freiburg i. Br. 

Vorstellung der Theatergruppe "Arena y Esteras" aus Villa El Salvador (Lima - Peru) 

Ort: Haus der Jugend, Uhlandstr. 2, Freiburg 

Veranstalter: Color Esperanza e.V., Informationsstelle Peru e.V., Eine Welt Forum Freiburg e.V., Haus der Jugend 

 

 

  • 28. Oktober 2011, 15 Uhr, Freiburg i.Br. 

Workshop mit der Theatergruppe "Arena y Esteras" aus Villa El Salvador (Lima-Peru) 

Ort: Theater Freiburg, Werkbühne 

Anmeldung: bis 20. Oktober über info@ewf-freiburg.de oder Tel. 0761 - 21702898 

 

  • 8. November 2011, 19 Uhr, Berlin

Die wirtschaftliche Lage Perus und Perspektiven für eine nachhaltige und sozialgerechte Entwicklung

Gesprächsabend mit dem peruanischen Wirtschaftswissenschaftler Oscar Ugarteche

Ort: FCDL, Gneisenaustr. 2A,  10961 Berlin-Kreuzberg, U-Bahn Mehringdamm

Veranstalter: ISP-Gruppe Berlin, FCDL

http://www.infostelle-peru.de/isp/index.php/de/veranstaltungen/162-8112011-berlin-qzur-wirtschaftlichen-lage-perusq

 

  • 15. November 2011, 19.30 Uhr, Hamburg 

Peru: Erste Bilanz nach 3 Monaten "links-nationalistischer" Regierung 

Mit Carlos Herz (Vorstand Red Peru, Koordination Foro Ecológico Perú) 

Ort: Indepenencia, Weidenallee 37, 20357 Hamburg 

Organisiert: Peru-Initiative Hamburg, Informationsstelle Peru e.V., Arbeitsgemeinschaft Internationaler Jugendverbände Hamburg

www.lateinamerika-tage.de

 

  • 16. November, 19 Uhr, Berlin     

 Gesprächsabend mit Carlos Herz über die ersten hundert Tage der Regierung Humala

Ort: FCDL, Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin-Kreuzberg, U-BahnMehringdamm


  • 18. November 2011, 20 Uhr, München

Entwicklung mit Inklusion

100 Tage Regierung Ollanta Humala in Peru

Referent: Carlos Herz (Koordinator Foro Ecológico, Peru)

Ort: Eine Welt Haus München, Schwanthaler Straße 80, 80336 München

Veranstalter: Lateinamerika-Arbeitskreis im Nord Süd Forum München e.V., Perugruppe München, Informationsstelle Peru.

http://www.infostelle-peru.de/isp/index.php/de/veranstaltungen/148-muenchen--18112011

 

 

  • 19. November 2011, 11-19 Uhr, München

Tagesseminar: Finanzielle Anreize für den Regenwaldschutz - Klimaretter oder trojanisches Pferd?

Ort: Eine-Welt-Haus, Schwanthaler Str. 80, 80336  München

Organisiert: Informationsstelle Peru e.V., Nord-Süd-Forum München (Arbeitskreis München - Ashaninka)

Anmeldung: heinzschulze@gmx.net 

http://www.infostelle-peru.de/isp/index.php/de/veranstaltungen/156-seminar-regenwaldschutz-muenchen-19112011

 

  • ·25.- 27. November 2011, Stuttgart

Seminar „Ökumenisches Lernen und Handeln – Kolumbien und Peru“

Organisiert: Brot für die Welt

http://www.brot-fuer-die-welt.de/weltweit-aktiv/index_11026_DEU_HTML.php

 

  • 27. November 2011, 19.30 Uhr, Hamburg

Lateinamerika: Das Elend mit dem Gold

Mit César Padilla Ormeno, Gründer und Koordinator des Netzwerkes zur Beobachtung der Minenkonflikte in Lateinamerika OCMAL

Ort: W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik, Nernstweg 32-34, Hamburg

Organisiert: Peru-Initiative Hamburg, Informationsstelle Peru e.V, Rettet den Regendwald e.V.,, Arbeitgemeinschaft Internationale Jugendverbände Hamburg

www.lateinamerika-tage.de

 

  • ·Zum Vormerken: 20. - 22. April 2012, Peru-Seminar der Infostelle Peru in Köln

 

 

5. Print, web, video

 

  • Buch "Wo der Kondor wacht und die Berge sprechen". Märchen aus der indigenen Welt der Runa in Peru.

Herausgegeben von FOKUS e.V./ADECAP,  Peru-Solidarität im Einewelthaus Bielefeld. Preis: 17,80 Euro plus 2,20 Euro Versand. Der Erlös geht in die Projektarbeit. Das Buch kann bezogen werden bei Maerchenbuch@HermannHerf.de 

  • ·Foto-Kalender 2012 "Regenwald" der Klimapartnerschaft München - Ashaninka. Preis: 10 Euro zuzüglich Versandkosten. Bezug bei Heinz Schulze, heinzschulze@gmx.net
  • Artikel zu Susana Baca auf unserer Website

http://www.infostelle-peru.de/isp/index.php/de/aktuelles

  • Artikel zur Problematik der Katholischen Universität Perus auf unserer Website

http://www.infostelle-peru.de/isp/index.php/de/aktuelles/berichte-und-kommentare/154-konflikt-zwischen-katholischer-universitaet-und-katholischer-kirche

 

 

6. Leserzuschriften

Zum letzten Thema des Monats über die „Ley de Consulta previa“ schreibt Kätze Meentzen aus Lima:

„Danke für den 4. Rundbrief, über den ich mich wie immer freute.
Zwei Punkte dürfen nicht missverstanden werden:
Das  ley de consulta muss bei alle Vorhaben, die Indigene betreffen, angewendet werden, nicht nur bei Grossprojekten (wie Ihr in Infoperu 4 schreibt) und zwar  schon von der Planung an. El Convenio 169 de la OIT es claro cuando dice que los gobiernos deberán: “Consultar a los pueblos indígenas, mediante procedimientos apropiados y en particular a través de sus instituciones representativas, cada vez que se prevean medidas legislativas o administrativas susceptibles de afectarles directamente” (artículo 6.°) Es handelt sich auch nicht um eine einfache "Befragung"oder "Information", sondern um "lograr consenso". Es ist eine  sehr komplexe Materie.  Es  wurde auch das Vetorecht diskutiert, das wohl dann angewendet werden kann, wenn es sich um Umsiedlungen in Folge des Projektea handelt. Das würde z.B. zutreffen bei Staudammprojekten. Wenn sich das durchsetzen sollte, werden die Staudaemme in der Amazonia alle nicht gebaut.“


Dieser  Newsletter wird herausgegeben von  der Informationsstelle Peru e.V. mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit BMZ. Der Herausgeber ist für den Inhalt allein verantwortlich. Die Infostelle Peru wird unterstützt von Misereor und dem Evangelischen Entwicklungsdienst EED.

 
< zurück   weiter >