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Der Bergbau und die Umwelt- und sozialen Konflikte in Peru (aktualisiert) Drucken E-Mail

Der durch den Bergbau verursachte Konflikt ist ein Prozess, der dann anfängt, wenn die Bevölkerung feststellt, dass der Bergbau die Ausübung ihrer Rechte einschränkt. Durch ihn werden Umweltschäden verursacht, der Zugang zu den natürlichen Ressourcen wird beschränkt, die Bergbauunternehmen erfüllen ihre gesetzlichen Pflichten nicht. Bei einem großen Teil dieser Konflikte geht es um den Zugang zu Wasser. Von über 128 Mio. Hektar Landesfläche befinden sich 35,4 Mio. in Händen landwirtschaftlicher Betriebe. 4 Mio. Hektar waren im Jahr 1991 vom Bergbau beansprucht. 2006 waren es 12 Mio. Hektar. In den letzten Jahren stieg die Anzahl und Heftigkeit dieser Konflikte. Viele Vertreter der sozialen Bewegung wurden ermordet. Staatliches und privates Eigentum wurde beschädigt. Investitionen im Bereich Bergbau wurden eingeschränkt.

Die wichtigsten Konfliktparteien sind die vom Bergbau betroffenen Gemeinden und ihre Organisationen, die Bergbauunternehmen und der Staat. Während die Bergbauunternehmen wirtschaftliche und politische Macht haben, leiden die betroffenen Gemeinden unter sozialer Exklusion. In Peru gibt es 5017 indigene Bauerndorfgemeinschaften und 1350 indigene Dorfgemeinschaften im Urwald, von denen 3200 durch den Bergbau betroffen sind. Die betroffene Bevölkerung und ihre Organisationen suchen nach Alternativen, die ihre demokratische Teilnahme an politischen Entscheidungen ermöglichen, um weitere Konflikte zu verhindern.

 

Konflikte in den Departamentos Perus

 

Die folgende Abbildung zeigt den Zusammenhang zwischen Bergbau und sozialen Konflikten in den einzelnen Departamentos Perus.
 
Umwelt- und soziale Konflikte in Peru
Umwelt- und soziale Konflikte in Peru
 
 
Bergbau vs. Armut
 
Es ist besonders auffällig, dass in den Regionen mit besonders intensivem Bergbau ein großer Teil der Bevölkerung verarmt ist. In der folgenden Grafik sind für die Departamentos Perus, die einen Bevölkerungsanteil von mehr als 50% in Armut lebender Familien haben, die Bergbauaktivitäten dargestellt. 
 
Bergbau vs. Armut
Bergbau vs. Armut
 
Bevölkerung in Armut
 
Der folgende Tabelle gibt Aufschluss über den Anteil der Bevölkerung, der in Armut lebt:
 
  1985  1991 1994 1997

2000
(26 Mio. EinwohnerInnen)

2005
(27 Mio. EinwohnerInnen)
Extreme Armut
18,4%
26,8%
19,0%
14,7%
14,8 %
(4,2 Mio EinwohnerInnen)
 n/a
Nichtextreme Armut 23,2%
30,6%
34,4%
36,0%
39,3%
(9,86 Mio EinwohnerInnen)
 n/a
Gesamtzahl der Armen
41,6%
57,4%
53,4%
50,7% 54,1%
(14,06 Mio EinwohnerInnen)
51,6%
(14,04 Mio EinwohnerInnen)
 Quellen: Censo de Población y Vivienda 2005. INEI
 
Anzahl sozialer Konflikte
 
Die Anzahl der sozialen Konflikte in Peru ist in den letzten Monaten sehr stark angestiegen.
 
Registrierte soziale Konflikte nach Monaten
 Aug 2007
Sep 2007 Okt 2007
Nov 2007 Dez 2007
Jan 2008
Feb 2008
Mar 2008
Apr 2008
Mai 2008 Jun 2008
Jul 2008
Aug 2008
76
76
80
79
78
83
88
93
104
116
132
147
161
 
  Image
 
 
Registrierte soziale Konflikte nach Monaten
 Sep 2008 Okt 2008 Nov 2008 Dez 2008 Jan 2009 Feb 2009
Mar 2009 Apr 2009 Mai 2009 Jun 2009 Jul 2009 Aug
2009
Sep 2009
177
189
195
197
211
218
238 260
268
273
272
264
288
 
 
Registrierte soziale Konflikte nach Monaten
Registrierte soziale Konflikte nach Monaten
 
 
Weitere Informationen
 
Copperaccion, Fedepaz und Grufides veröffentlichen regelmäßig Informationen über Bergbaukonflikte in Peru:
 

Zusätzliche Informationen können den regelmäßig erscheinenden Dokumenten "Informe de la Defensoria" entnommen werden:

 

iconOktober 2008 (1.46 MB)

iconNovember 2008 (1.72 MB)

iconDezember 2008 (2.25 MB)

iconJanuar 2009 (1.17 MB)

iconSeptember 2009 (2.29 MB)

iconNovember 2009 (2.74 MB)

iconDezember 2009 (1.35 MB)

iconMai 2010 (1.59 MB)

 
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